Wie viel Haus kann ich mir leisten?
Wie viel Haus kann ich mir leisten?

Die eigene Immobilie – ein Traum, den sich immer mehr Menschen erfüllen möchten. Doch vor der Suche nach dem neuen Haus bzw. der Wohnung ist erst einmal Rechnen angesagt:

1.  Wie viel Eigenkapital kann bzw. sollte ich einsetzten?
2.  Wie viel Geld bleibt jeden Monat für Zins und Tilgung übrig?
3.  Wie hoch darf das Baudarlehen sein, dass ich es nachhaltig bedienen kann?

 
Wie viel Eigenkapital sollte man mitbringen?

Zum Eigenkapital zählen Bargeld, Bankguthaben, Wertpapiere, angesparte Bausparverträge, Rückkaufswerte von Lebensversicherungen, Grundstücke, Immobilien usw. Umso mehr davon vorhanden ist, umso größer ist der Verhandlungsspielraum bei Gesprächen mit Geldgebern und umso niedriger fallen die Zinsen für das benötigte Fremdkapital aus.

In einer guten Situation ist, wer circa 20 Prozent der Gesamtinvestition (Grundstück, Bauwerk und Nebenkosten) einsetzen kann. Eine Finanzierung mit weniger oder ohne Eigenkapital ist möglich, doch meist etwas riskanter und somit auch teurer.

Bauwillige die kein oder nur wenig Eigenkapital einsetzen möchten oder können, sind bei uns willkommen. Diesen Bauwilligen bieten wir die ARISTA Finanzierungsgarantie.

 
Wie viel Geld bleibt jeden Monat für Zins und Tilgung übrig?


Sichere und regelmäßige Einnahmen

Zunächst schauen Sie sich an, über welche regelmäßige und sichere monatliche Einnahmen Sie überhaupt verfügen. Im Prinzip können das Löhne, Gehälter, Sold, Renten, Pensionen, Prämien, Boni, Kindergeld, Erziehungsgeld, Mieteinnahmen, Kapitaleinkünfte, Gewinne, Unterhalt, Honorare, Provisionen usw. sein.

Am besten haben es dabei Beamte; Selbständige sollten nur mit dem Gewinn rechnen, den sie über mindestens drei Jahre, besser sind jedoch fünf Jahre, zweifelsfrei erzielen konnten. Bei der Bank gelten hierfür nur Steuerbescheide, Bescheinigungen eines Steuerberaters oder fachmännisch erstellte betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWAs).

Gelegentliche Zuwendungen des Arbeitsgebers, jährlich nur einmal anfallende Einnahmen oder risikobehaftete Posten wie Provisionen sollten am besten außen vor bleiben. Das ist nicht einmal nachteilig, denn solche Bezüge bilden immerhin eine stille Reserve.

Feste Ausgaben

Auch Ihr Haushalt hat es sicherlich an sich, dass auch Ausgaben anfallen: Miete, Energie, Lebensmittel, Kleidung, Körperpflege, Sport, Urlaub, Kfz-Kosten, Telefon, Versicherungen, ... wir alle können ein Lied davon singen.

In einer ehrlichen Rechnung müssen nun alle, aber auch wirklich alle Beträge auf den Tisch, die pro Jahr zu bezahlen sind. Bei einer monatsweisen Betrachtung werden bisweilen Beträge übersehen, die nur jährlich anfallen. Gehen Sie Ihre Bankauszüge der letzten zwei Jahre durch und analysieren Sie sämtliche Ausgaben. Auch ein Ratenkredit, egal wie klein, darf nicht vergessen werden. Auf die Gesamtsumme kommt es an. Am sichersten ist es also, die jährlichen Ausgaben zu errechnen und dann auf den Monat umzulegen.

Tatsächlich verfügbarer Betrag pro Monat

Auf Ihrer Einnahmen- und Ausgabenrechnung stehen unter dem Strich nun zwei Zahlen: die eine, die Ihre verlässlichen Einnahmen beziffert und die andere, die all Ihre Ausgaben benennt. Die Differenz ergibt das verfügbare Einkommen oder den verfügbaren Betrag.

Es bringt nichts, sich das Budget schön zu rechnen. Das rächt sich spätestens bei der Bank. Die setzt für die monatlichen Lebenshaltungskosten von Erwachsenen und Kindern meist Pauschalen an, die sich am Lebenshaltungskostenindex oder auch Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes orientieren. Im Klartext bedeutet das: Wer auf dem Papier besonders sparsam erscheinen will hat nicht viel gewonnen.

 

Wie hoch darf das Baudarlehen sein, dass ich es nachhaltig bedienen kann?

Ihr Vermögen und der monatlich frei verfügbare Geldbetrag, bilden die persönlichen Umstände, die Ihr Limit für den Gesamtaufwand Ihres Bauvorhaben beeinflussen. Dieses Limit wird darüber hinaus von den aktuellen Finanzierungskonditionen bestimmt.

Je höher die aktuellen Zinsen sind, umso geringer fällt der maximale Darlehensbetrag aus!

 

Wie viel Ihr Haus tatsächlich kosten darf, ermitteln Sie wie folgt:

Sie bilden die Summe aus Ihrem verfügbaren Eigenkapital und dem maximalen Kreditbetrag, den Ihnen die Bank, Versicherung usw. gewährt.

Den maximalen Kreditbetrag errechnen Sie mithilfe folgender Formel:

Maximaler Kreditbetrag Formel

Ihr verfügbares Eigenkapital addieren Sie mit dem Betrag der maximalen Finanzierbarkeit. Von diesem Zwischenergebnis müssen Sie die Nebenkosten für den Hausbau abziehen. Was übrig bleibt, ist der ungefähre Betrag, den Sie für Ihre Immobilie ausgeben können.


Ein Rechenbeispiel

Eine vierköpfige Familie verfügt über gesicherte Einnahmen von 4.578 Euro im Monat. Nach Abzug der Lebenshaltungskosten, Wohnnebenkosten, anderer Fixkosten und einer angemessenen Reserve bleiben monatlich 1.954 Euro für eine Hausfinanzierung übrig:

Maximaler Kreditbetrag in Euro

Die Familie hat ein Eigenkapital von 50.000 Euro, das mit in die Hausfinanzierung fließt. Das Ergebnis: 476.327 Euro.

Ausgehend von zusätzlichen Kosten für den Hausbau von pauschal zwölf Prozent müssen die Bauherren von diesem Betrag noch circa 50.000 Euro abziehen. Es bleiben ca. 425.000 Euro. In diesem Rahmen kann sich der Preis für das neue Haus der Beispielfamilie bewegen.

Für die Finanzierung der Kosten beim Bau eines Hauses gibt es keine Lösung von der Stange. Die finanzielle Situation eines jeden Bauherrn ist anders. Außerdem spielen die Beleihungshöhe des Objektes und die persönliche Risikobereitschaft der Darlehensnehmer eine wichtige Rolle. Entscheidend ist, dass Sie sich über viele Jahre mit der gewählten Darlehensform wohlfühlen!